Direkt zum Hauptbereich

Neue Optik


Neue Optik

Im Sommer ist Zeit für Technik, für Aufräumen und Vorbereiten. Die Nächte sind ja leider nicht so richtig dunkel und vor allem nicht lang. Allerdings kann man das auch übertreiben. Bei mir ist es eine neue Optik geworden. Ergänzend zu meinem bisherigen Newton (200mm Öffnung, f/4) gibt es nun noch ein zweites Teleskop.

Das Celestron C11

Die neue Optik ist ein Celestron C11 geworden. Mit einer Öffnung von 280mm ist es doch schon ein Stück größer geworden. Das Entscheidende ist allerdings die Brennweite. Diese ist mit 2800 deutlich größer als bisher. Damit erfüllt das Teleskop eine völlig andere Aufgabe. Großflächige Objekte wie Nebel sind nur schwer mit dieser Optik abzubilden. Bei kleinen Objekten wie planetarischen Nebeln oder den Planeten des Sonnensystems kommt die Brennweite voll zum Tragen.
Es ist allerdings auch anzumerken, dass die Öffnung nicht in gleichem Maße gewachsen ist. Das Öffnungsverhältnis (die Brennweite) ist damit deutlich schlechter geworden. Bei flächigen Objekten muss ich also mit einer deutlich längeren Belichtungszeit rechnen. Es wird Zeit, das mal auszuprobieren.

CGEM II

Als Montierung kommt eine CGEM II zum Einsatz. Die hat so ganz nebenbei auch den Vorteil, dass die auch mit dem bisherigen Teleskop kompatibel ist. (Da das umgekehrt aber nicht geht, weiß ich noch nicht, ob das überhaupt zum Einsatz kommen wird.) Im Gegensatz zu meiner anderen Montierung (einer Vixen GP-DX), verfügt diese über GoTo, viele Objekte, die in der Handsteuerung schon gespeichert sind, eine Poljustierung, die mit Hilfe eines (fast) beliebigen Sterns durchgeführt werden kann und einen Anschluss an den Computer. Die Montierung steht auf einem Stahlrohrstativ, das überraschend hoch ausgefahren werden kann.
Vor allem beim GoTo kommt mir so ein komischer Gedanke: Ist das wirklich eine Verbesserung? Hat es bisher nicht immer Spaß gemacht, die Objekte zu suchen und war es nicht ein schönes Erlebnis, wenn die richtige Stelle dann entdeckt wurde? Auf der anderen Seite kostet das natürlich auch immer Zeit. Bei dunklen Objekten ist es nicht einfach und wenn dann ein lange belichtetes Foto von einer anderen Stelle gemacht wird, könnte das sehr schade sein.
Eines löst das GoTo aber auf jeden Fall. Zum Fokussieren ist ein heller Stern sehr hilfreich. Wenn ich also von Okular zur Kamera oder zwischen zwei Okularen hin und her wechsele, dann kann ich zu einem hellen Stern schwenken, fokussieren und schnell wieder zurück. Und das soll ja nicht davon abhalten, ganz zu Anfang noch manuell zu suchen.

Wann wird es wieder dunkel

Nun muss ich warten, bis es nachts wieder richtig dunkel wird und das auch noch lang genug, damit sich der Ausflug lohnt. Es ist ja nicht immer ganz einfach, von Hamburg aus zum Beobachten zu fahren. Da muss sich das schon lohnen. Auf jeden Fall kann ich es kaum erwarten und freue mich auf die ersten Versuche.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

First Light

First Light Das Wetter ist gut und so kann es losgehen. Es ist nur irre kalt. In den Morgenstunden könnten es zweistellige Minusgrade werden. Aber das ist wohl im Februar immer mal möglich. Das soll nicht abhalten. Das ist auch eine Gelegenheit endlich mal warme Kleidung zu testen. Der Ort Ich wurde nicht enttäuscht. Es ist richtig dunkel. Eine kleine Nebenstraße führt durch Felder. Immer wieder gibt es Wege für Traktoren, auf denen man gut halten kann und auf denen genügend Platz für die Ausrüstung ist. Der Horizont ist zwar etwas durch Wald verdeckt und in Richtung NW stehen ein paar Bäume, das ist aber nicht so schlimm. In Richtung W sieht man etwas Aufhellung am Horizont, aber auch das stört nicht. Hier werde ich auf jeden Fall wieder hinfahren. Ein wenig bin ich überrascht, dass so schnell ein guter Ort gefunden werden konnte. Eine Schätzung der Grenzgröße habe ich nicht gemacht, aber das Band der Milchstraße konnte erahnt werden. Ich denke, viel besser kann man es in erreich...

Objektivtest und ISO

Objektivtest und ISO Mal wieder ein schöner Tag. So oft kommt das hier offensichtlich nicht vor. Ist aber auch nicht so schlimm. Dann ist Zeit genug, dass ich mich ausführlich mit den Ergebnissen des letzten Ausflugs und Möglichkeiten auf dem nächsten Ausflug befasse. Dieses Mal sollte also das 120-300mm Objektiv und der Einfluss von ISO auf die Ergebnisse getestet werden. Der Ort Zuerst aber wieder ein paar Worte zum Ort. Noch während des Aufbauens hat ein Auto gehalten. Dirk war einfach interessiert und hat sich alles ausführlich mal angesehen. Leider war noch nicht aufgebaut und es war auch noch nicht so richtig dunkel, dass ich nicht viel zeigen konnte. In der Nacht kam dann noch Andreas vorbei. Er wohnt in dem Haus in Sichtweite und wir haben etwas über Sternbilder und dunklen Himmel gesprochen. Das war nett. Besonders ist uns der Bienenkorbhaufen (M44) im Krebs aufgefallen ein wirklich lohnenswertes Objekt für den Feldstecher. Der Zusammenhang der Sterne wird zwar nicht so ...

Bahtinov Maske

Die Bahtinov Maske Wer hätte das gedacht. Da bastel ich ne Stunde einfach mal so etwas zusammen und es hat einen so großen Effekt? Das muss ich doch gleich wieder tun. Und noch mal in Ordentlich. Ein Lob auf die Bahtinov Maske. Das Problem Eine der großen Schwierigkeiten sowohl bei der Astrofotografie als auch beim visuellen Beobachten ist das Scharfstellen. Vieles an Hilfsmitteln sammelst sich da so mit der Zeit an. Technische Hilfsmittel wie genauere Fokusauszüge, die eine feiere Einstellung ermöglichen oder bei der Kamera das Livebild mit einer Vergrößerungsfunktion. Allerdings auch Tipps und Tricks, wie zum Beispiel das Fokussieren an einem hellen Stern, da dann Beugungsscheiben leichter zu erkennen sind oder der genaue Blick auf die erkennbare Grenzgröße. Es bleibt aber dabei: So richtig gut wird es nicht immer. Die Lösung Eine Bahtinov Maske vor der Öffnung soll das Beugungsscheibchen vor allem sehr nah am Fokus so "umgestalten", dass ein Fokussieren sehr leic...